Wettbewerb Wohnen am Campus Adlershof

 

 

ENTWURFSBESCHREIBUNG

 

Die Gestaltung des Freiraums zielt darauf ab, den Bewohnern möglichst viele benutzbare FlĂ€chen anzubieten, wie private MietergĂ€rten und Terrassen sowie gemeinschaftlich nutzbare halbprivate/ halböffentliche PlĂ€tze und FreiflĂ€chen fĂŒr alle Altersgruppen. Die SpielplĂ€tze (fĂŒr die Altersgruppen 1-6) sind ebenso wie die MietergĂ€rten und  die erforderlichen FahrradstellflĂ€chen dezentral angeordnet. Dabei ergibt sich eine Gliederung, die aus drei nahezu gleichwertigen NutzungsrĂ€umen besteht. Zentraler Gemeinschaftsraum, Spielplatz, MietergĂ€rten und die FahrradstellplĂ€tze bzw. -hĂ€user wiederholen sich und können so jeweils zwei oder drei GebĂ€uden zugeordnet werden. Hier kann jeder sein „PlĂ€tzchen“ finden und so können ggf. auch mal drei (Kinder-)Geburtstage und eine Kaffeerunde parallel stattfinden. Als Grundmöblierung dienen fest installierte Lange BĂ€nke.

Zur Bepflanzung werden mindestens 12 kleinkronige BĂ€ume wie Malus sylvestris, Pyrus pyraster und Prunus spec. in Sorten, als Gehölze werden Wildrosen in Sorten, z. B. Rosa canina, Syringa macrophylla und Syringa vulgaris sowie andere standortgerechte BlĂŒtengehölze vorgeschlagen. Der Boden in Adlershof ist sandig und durchlĂ€ssig. Aufgrund des geringen Bewuchses in der Umgebung sind die Temperaturen höher und es ist windiger als in stĂ€rker durchgrĂŒnten Bezirken, deshalb sind Bodenauftrag und Maßnahmen zur Bodenverbesserung sowie WasseranschlĂŒsse im Außenraum notwendig.

Die MietergĂ€rten erhalten eine Einfassung mit einer Hecke, die innere Einteilung und GrĂ¶ĂŸenordnung erfolgt durch die Mieter.  Bei Bedarf kann somit allen Wohnungen ein kleiner Garten zugeordnet werden.

Beginnend am GebĂ€ude entsteht ein Übergang von den privaten Terrassen und VorgĂ€rten zu den halbprivaten und halböffentlichen RĂ€umen. Je weiter die Entfernung vom GebĂ€ude ist, umso halböffentlicher wird die Nutzung.

Eine öffentliche Durchwegung durch den Hof ist nicht vorgesehen.

 

Die Mieter-Terrassen auf der Gartenhofseite liegen auf der Tiefgarage. Sie werden stufenlos auf EG Niveau angebunden und mit einem Plattenbelag versehen. Die darĂŒber hinaus gehenden GartenflĂ€chen erhalten eine Einfassung von ca. 40 cm Höhe und eine gleich hohe ErdĂŒberdeckung, die zum Rand der Tiefgarage ĂŒber eine locker bepflanzte Böschung bis auf das  Niveau des Hauptweges abfĂ€llt. Auch die ĂŒbrigen Terrassen des Erdgeschosses werden so ausgefĂŒhrt. Allen Erdgeschosswohnungen sind hiermit  MietergĂ€rten direkt an der Wohnung zugeordnet.

Die Erschließung des Gartenhofes erfolgt ĂŒber eine leicht schwingende Mittelachse. Dieser befestigte, 2,50 m breite Hauptweg fĂŒhrt  mit leichtem Schwung durch den Gartenhof und verbindet die dezentral angeordneten Nutzungsbereiche.

Die Nebenwege sind der Nutzung entsprechend geringer dimensioniert und offenfugig gepflastert. Bis auf die ZugÀnge zu den privaten Terrassen sind alle FlÀchen hindernisfrei zu erreichen.

Zum Platz befindet sich die 3m breite Vorgartenzone, die von den Mietern der Erdgeschosswohnungen als privater Gartenraum genutzt werden kann. Die VorgĂ€rten sind ĂŒber drei Stufen erreichbar. Sie erhalten entlang der PlatzflĂ€che eine einheitliche, niedrige Einfriedung aus langsam wachsenden, immergrĂŒnen Eiben oder Liguster.

Die EingÀnge zu den TreppenhÀusern werden mit einer kleinen Bank ausgestattet.

 

 

ARCHITEKTIN : Anne Lampen Architekten